Willkommen bei den Steiermärkischen Landesforsten

Wildtiermanagement - Steiermärkische Landesforste

Nationalparkreviere: Johnsbach-Sonnseite, Gstatterboden, Hartelsgraben-Hieflau

Durch die geänderten Zielsetzungen des Wildtiermanagements im Nationalparkgebiet haben sich auch die Aufgaben der Berufsjäger der Steiermärkischen Landesforste weitgehend verändert.
Galt noch vor Jahren die Ernte des kapitalen, gut veranlagten alten Hirsches, Reh- oder Gamsbockes als erstrebenswertes Ziel der Jagd im Pachtrevier, liegt nun die Bedeutung im Nationalpark in der Beobachtbarkeit des Wildes, im Zulassen natürlicher Entwicklungen, einer ausgeglichenen Sozialstruktur und im kontrollierten Zuwachs.

Dementsprechend hat sich auch der Jagddruck gebietsweise verändert und vieles andere mehr - eines jedoch ist geblieben: das Erfordernis und die Bedeutung der jagdlichen Reviereinrichtungen.

Konkrete Aufgaben und Maßnahmen der Berufsjäger

Lag bislang die Hauptaufgabe der Jäger darin, den Pächter oder Jagdgast zu führen und zu Schuss zu bringen, muss nunmehr der – durch den Abschussplan vorgegebene – Abschuss des Wildes vom Berufsjäger selbst erledigt werden. Genaue Revierkenntnis und Wissen um die Lebensgewohnheiten der Wildtiere sollen einen zeitlich und räumlich konzentrierten effektiven Abschuss ermöglichen. Dort, wo Mischbestände, Jungkulturen oder Schutzwaldflächen wachsen sollen, wird konzentriert gejagt, während auf mehr als 50 % der Fläche in den so genannten Wildruhezonen kein Schuss fallen soll. Dort sollen Wildtiere wieder tagaktiv und damit beobachtbar und für den Wanderer und geführten Gast erlebbar werden – ein erklärtes Ziel sowohl des Parks als auch des Wildtiermanagements. Die Wildtiere in ihren verschiedenen Lebensräumen – das Rehwild auf der Auwiese, den Gams in der Felswand oder den balzenden Birkhahn auf den letzten Schneeflecken der Hochlagen – sollen dem interessierten Besucher wieder näher und erlebbarer gemacht werden.

Diese Veränderungen im Berufsbild anzunehmen, zu bejahen und den interessierten Parkbesuchern nahe zu bringen, ohne dabei das traditionelle jagdliche Brauchtum aber auch den Stolz des Berufsstandes zu verleugnen, ist immer wieder eine große Herausforderung.

Die Haupaufgaben lauten daher:

  1. Wildökologische Raumplanung – Einteilung des Parkgebietes in Ruhezonen und Regulierungsbestände unter Einbindung des jagdlichen Umfelds.
  2. Hegemaßnahmen: Pflege und Instandhaltung von Wildwiesen, Steigen, Reviereinrichtungen.
  3. Winterfütterung von Rot- und Rehwild durch qualitatives Rau- und Saftfutter, wo nachweislich notwendig.
  4. Regulierung der Schalenwildarten durch zeitlich – räumlich konzentrierte Bejagung
  5. Erlebbarmachung der Wildtiere durch geführte Beobachtungswanderungen und – Ansitze auf Rot-, Reh- und Gamswild, Murmeltiere, Auer- und Birkwild
  6. Jagdliches Monitoring und Forschung durch Anlage von Dauerbeobachtungsflächen, Fährtenkartierungen, Sichtbeobachtungen, Probenentnahmen.

 

Die Vorgaben für das Wildtiermanagement im Nationalpark Gesäuse sind im "Managementplan Wild" festgelegt.

Hier geht es zum Download des Managementplanes! (6 MB)

Leitung Wildtiermanagement


FDir. DI Andreas HOLZINGER

Telefon 03613 / 2403 0
holzinger@landesforste.at


 

RJ Heimo KRANZER

Telefon 0664 / 211 31 74
kranzer@landesforste.at

Forstdirektion Admont +43 (0) 3613 - 2403-0